StartUp

Erfolgreiche StartUps funktionieren nicht durch einen akademischen Businessplan. Im Grunde gibt es drei Faktoren, damit eine Idee zur Chance werden kann: Die richtige Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Chance wird zum guten Start durch drei weitere Faktoren: Das richtige mind set des Gründers, eine maßgeschneiderte Finanzierung und ein passendes Environment aus Rechtsform, Steuern, Sicherheit und realistischer Strategie.

Die ersten drei Jahre eines StartUps

Wir sehen auf über 300 Gründungen, Sanierungen und Krisencoachings zurück. Es gibt eine grundsätzliche Abfolge von Erfahrungen, die praktisch jeder Gründer macht. Daran verzweifeln viele und geben früh auf weil sie schlecht vorbereitet sind. Wir empfehlen daher, von Anfang an ein einfaches aber verlässliches Beraterteam zusammenzustellen:

Ein Unternehmensberater, der nicht für drei Sätze dreistellige Rechnungen stellt, aber auch nicht betont günstige Preise anbietet, ein Anwalt für Vertragsrecht o.ä. den man niemals als Feind haben will. Ist er für Sie verpflichtet, kann er nicht Ihre Feinde vertreten. Ein Steuerberater, denn ohne geht gar nichts. Man kann nur arbeiten und eine Firma aufbauen oder sich um Buchhaltung und Steuern kümmern. Mit dem Steuerberater sollte die Chemie stimmen, denn mit dem telefoniert man wirklich oft.

Im ersten Jahr ist alles noch idealistisch, illusorisch bisweilen. Man arbeitet, das Geld aus Förderung, Kreditierung und Rücklagen reicht irgendwie und das Finanzamt lässt einen in Ruhe.

Im zweiten Jahr erfährt man, was es mit den Steuern auf sich hat in Form von unvermeidlichen grauen Zetteln und unverhandelbaren Zahlen. Die Kosten steigen, man braucht erste Mitarbeiter, die Garage reicht nicht mehr, die Kleinunternehmerregelung ist durch und Exceltabellen werden langsam unhandlich. Förderungen laufen aus, Kredite müssen getilgt und finanziert (Zinsen) werden. Mitarbeiter hat man auch gefunden, die für wenig Geld viel arbeiten und sich enorm mit dem jungen Unternehmen identifizieren. Die Spannungen in der Familie und Partnerschaft wegen des unerwartet hohen Arbeitsaufkommens konnte man auch auflösen.

Im dritten Jahr sehen wir volle Steuern, die Mitarbeiter argumentieren, dass Identifikation nicht alles ist, die Kredite sind in der vollen Tilgung und Zinszahlung, die ersten Probleme treten auf und die Idee muss korrigiert werden, weil das, was vor drei Jahren noch neu und im Markt nahezu einzigartig war, nun von Wettbewerbern kopiert, besser gemacht wird. In einen Markt einzutreten ist nicht schwer. Sich darin zu behaupten hingegen ist ein permanentes Auf und Ab der Erfolge und Niederlagen. Die gute Nachricht ist: Wer das dritte Jahr überstanden hat, hat eine reale Chance, ein solides Unternehmen aufzubauen.

Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

(vermutlich) Sokrates

Unsere Aufgabe ist es, die oft sehr blauäugige Welle des Optimismus in die richtigen Bahnen zu leiten, realistisch zu rechnen und eben auch ehrlich zu sagen, wenn etwas offensichtlich keine Chance hat, zu unterstützen, wenn es real funktionieren kann und ein wenig bei der Selbstfindung zu helfen, wenn es gut aussieht aber unglücklich angelegt ist. Wir helfen, machen muss der Gründer selbst. Selbständigkeit heißt selbst und das ständig.

Noch dabei? Dann starten wir mit dem kostenlosen Erstgespräch und finden einen guten Startpunkt. Die Chemie stimmt? Dann würden wir uns freuen, auch Ihre Idee zu begleiten.